Vortrag: Call-Center-Betrug, Enkeltrick und falsche Polizeibeamte am Telefon

Ein Vortrag von Kriminalhauptkommissarin Tanja Olf (aufgezeichnet im Media:TOR Speyer). Sie geben sich als Polizeibeamte aus und belügen ihre Opfer schamlos am Telefon. Immer wieder gelingt es den Täter*innen beim (bandenmäßig) „organisierten Callcenterbetrug“ vor allem lebensältere Menschen mit erfundenen Geschichten um ihr gesamtes Erspartes zu bringen. Sei es der angebliche Einbruch oder ein tödlicher Verkehrsunfall – das Ziel der Täter*innen ist klar. Die Angerufenen werden massiv unter Druck gesetzt und dazu gebracht Wertgegenständen oder hohe Bargeldbeträge an völlig fremde Personen zu übergeben. Kriminalhauptkommissarin Tanja Olf informiert wie man sich vor Betrügsversuchen schützen kann.

Bildschnitt & Ton: Thomas Schuster (rheinlOKal Speyer)
Kamera & Schnitt: Nils Wende (Media:TOR Speyer)

„Ich hat´ nen schrecklichen Autounfall […] Ich bin eben grad bei der Polizei. Ich wurd grad festgenommen. Ich hab‘ ne Frau überfahren […] bitte hol mich hier raus – es tut mir leid!“

[Quelle: Originalaufnahme Betrugsversuch | LINK | Polizei Bayern]

Diese Tipps hat die Polizei gegen Enkeltrick-Betrüger:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

Wer Opfer eines Betruges wurde kann sich unter folgenden Polizeidienststellen melden:

Polizeiinspektion Speyer: 06232 1370
Polizeiinspektion Worms: 06241 8520

Zentrale Prävention für Rhein-Pfalz:
Zentrale Prävention / SB 15
Wittelsbachstr. 3
67061 Ludwigshafen
Telefon: 0621 963-1151
E-Mail: beratungszentrum.rheinpfalz(at)polizei.rlp.de

Ihre Präventionskontaktstelle finden Sie unter:
https://www.polizei.rlp.de/die-polizei/praevention/polizeiliche-beratungsstellen

Mehr Infos auch verfügbar während der wöchentlichen Smartphone Sprechstunde für Senior*innen im Media:TOR Speyer
Maximilianstraße 8
67346 Speyer
Jeden Freitag von 09:30 – 12:30 Uhr

Vielen Dank an Tanja Olf für den tollen, informativen Vortrag!

06.08.2023